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So bewerten Sie ein TMS: Funktionen, Flexibilität und Eignung

Mette Nielsen

Two women sitting on an orange couch looking intently at a laptop

Wenn ein Unternehmen in verschiedenen Märkten tätig ist, muss der Content die lokale Sprache, kulturelle Nuancen und Organisationsstrukturen widerspiegeln, um so eine erfolgreiche Kommunikation sicherzustellen.

Ein Translation Management System (TMS) ist ein gängiges Tool für diesen Zweck.

Ein TMS ist ein Online-System mit Zugang zu Technologie, Übersetzer:innen, Lektor:innen und Projektmanager:innen. Es unterstützt dabei, sowohl die Arbeitsmenge als auch die mentale Belastung, die mit dem Management von Übersetzungen verbunden sind, zu reduzieren. So können sich alle Beteiligten voll auf ihre Arbeit konzentrieren.

Es kann jedoch auf verschiedene Arten konfiguriert werden, wobei einige benutzerfreundlicher sind als andere. Woher wissen Sie, welche Konfiguration für Ihr Unternehmen die richtige ist? Und wie wählen Sie ein System aus, das für Sie geeignet ist?

In diesem Artikel besprechen wir drei Faktoren, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen können: Funktionen, Flexibilität und Eignung.

Funktionen: Verfügt das TMS über die Funktionen, die Sie benötigen?

Die Grundlage des TMS ist das System selbst: die Infrastruktur, wie beispielsweise eine Übersicht über Ihre Projekte, der Zugriff auf einen Pool von Sprachexpert:innen, die einfache Beauftragung neuer Projekte und die Echtzeit-Überwachung des Projektstatus.

Funktionen sind spezifische funktionale Elemente, die die Benutzerfreundlichkeit oder Leistung verbessern, aber nicht separat verkauft werden. Die Funktionen unterstützen die Differenzierung zwischen verschiedenen Produktstufen oder können als Add-ons verkauft werden.

Zusammen bilden das TMS und die Funktionen Ihre maßgeschneiderte Lokalisierungslösung.

Funktionen gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Jedes Unternehmen hat möglicherweise seine eigene Art, diese zu kategorisieren. Die folgenden Kategorien basieren auf der Einteilung von LanguageWire:

Projektmanagement

Gute Translation-Management-Systeme passen sich Ihrem Betriebsmodell an. Einige Unternehmen möchten, dass ihre internen Teams alles selbst in die Hand nehmen, andere wünschen sich vollständig gemanagte Unterstützung.

Ein flexibles TMS sollte beides ermöglichen:

  • Ihr Team steuert den Prozess: Bringen Sie Ihre eigenen Übersetzer:innen oder Marktexpert:innen (Validator:innen) mit.

  • Die TMS-Projektmanager:innen kümmern sich um alles.: Definieren Sie Ihr Projekt und Ihren Termin, und überlassen Sie dem TMS den Rest: die Zuweisung der richtigen Sprachexpert:innen, die Verfolgung des Fortschritts und die Lieferung der finalen Dateien.

Überprüfen Sie, ob das von Ihnen in Betracht gezogene TMS alle wichtigen Projektmanagement-Funktionen bietet, die Sie möglicherweise benötigen, wie z. B. Workflow-Automatisierung, Dateimanagement, Fortschrittsverfolgung, Vendorbeauftragung, Berechtigungen, Berichterstellung und Nachrichtenübermittlung.

Je mehr Optionen Sie haben, desto einfacher ist es, zu skalieren, ohne Ihren gesamten Lokalisierungsprozess neu überdenken zu müssen.

Produkte

Ein TMS kann zusätzliche Infrastrukturkomponenten bieten, wie beispielsweise eine Schnittstelle, über die Sie maschinelle Übersetzungen durchführen können, oder einen Editor, mit dem sich der übersetzte Content leicht überprüfen lässt. Bei LanguageWire bezeichnen wir diese als „Produkte“. Das LanguageWire TMS bietet beispielsweise Smart Editor, ein KI-gestütztes Tool zum Übersetzen, Validieren und Verfeinern von mehrsprachigem Content. Es bietet Ihnen eine kontextbezogene Vorschau, optimierte maschinelle Übersetzung sowie integrierte Qualitätsprüfungen, um über alle Kanäle hinweg schnelle, konsistente und hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Integrationen und Connectoren

Wenn Sie das TMS in Ihr CMS-, CRM- oder PIM-System integrieren müssen, überprüfen Sie, ob das TMS über eine API oder einen Connector verfügt, um dies zu ermöglichen.

Durch die Integration Ihres Systems in das TMS können Sie in der gewohnten Arbeitsumgebung Ihres eigenen Systems bleiben und dort Übersetzungsprojekte bestellen.

Ein Beispiel: Unsere LanguageWire-Website wurde mit Umbraco erstellt. Wir haben einen Connector installiert, sodass wir in Umbraco einen Blogbeitrag (wie diesen) öffnen, und einfach auf die Schaltfläche „Übersetzen“ klicken können. Wir wählen die Sprachen, Liefertermine und Art der Übersetzung aus, und der Auftrag wird ausgeführt, ohne dass wir das CMS verlassen müssen.

Übersetzungsdienstleistungen, Sprachtools und Expert:innen

Ein TMS beinhaltet in der Regel eine Reihe von Dienstleistungen, die Sie nach Bedarf bestellen können, wie z. B. kreative Übersetzungen, maschinelle Übersetzungen und Untertitelung.

Es gibt auch viele Funktionen, die für die Zusammenarbeit mit Übersetzungsdiensten entwickelt wurden, um schnellere und bessere Ergebnisse zu erzielen. Dabei handelt es sich um Automatisierungs- und Qualitätsverbesserungstools, die im Zusammenspiel mit Dienstleistungen für schnellere oder besser abgestimmte Ergebnisse eingesetzt werden können, wie zum Beispiel:

  • Terminologiedatenbank: eine von Ihnen erstellte Liste mit Fachbegriffen aus Ihrer Branche, die allen Übersetzer:innen und Validator:innen zugänglich ist.

  • Translation Memories: frühere Übersetzungen werden bestätigt, gespeichert und zeitsparend für verschiedene Assets wiederverwendet.

  • AI Quality Assurance: verwendet KI, um Ihren Content zu bearbeiten und potenzielle Probleme zu kennzeichnen, damit die Aufmerksamkeit der menschlichen Sprachexpert:innen auf die richtigen Stellen gelenkt wird.

Flexibilität: Kann sich das TMS an Ihr Unternehmen anpassen?

Wenn Sie sich mit den Möglichkeiten eines TMS beschäftigen, kann die Vielzahl an Funktionen und Workflow-Optionen überwältigend sein. Genau deshalb ist Flexibilität so wichtig.

Ihr optimales TMS sollte:

  • Ihnen das reibungslose Hinzufügen oder Entfernen von Dienstleistungen ermöglichen

  • Workflows an Ihre sich verändernden Anforderungen anpassen

  • sowohl einfache als auch fortgeschrittene Konfigurationen unterstützen

Kurz gesagt: Ein starres TMS bremst Sie aus, ein flexibles TMS ermöglicht Ihnen schnelle Reaktionen, selbst wenn sich Prioritäten oder Teams ändern.

Eignung: Passt das System zur Reife und Wachstumsphase des Unternehmens?

Dies ist oft die am schwierigsten zu beantwortende Frage: Wie erkläre ich meinem Vorgesetzten, was wir brauchen – und woher wissen wir, welches TMS zu uns „passt“?

Die Wahl des richtigen TMS hängt davon ab, wo Ihr Unternehmen heute steht und wohin Sie sich entwickeln möchten.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Zentralisieren wir die Lokalisierung zum ersten Mal?

  • Wollen wir schnell wachsen und brauchen mehr Automatisierung?

  • Brauchen wir eine einheitliche Regulierung und Konsistenz über viele Märkte hinweg?

  • Müssen wir alles in unser CMS oder PIM integrieren?

  • Benötigen wir einen vollständig gemanagten Service oder volle interne Kontrolle?

Ein TMS sollte Sie niemals zu einem Modell zwingen, das nicht Ihrem Reifegrad entspricht. Es sollte eine schrittweise Weiterentwicklung und Veränderung im Einklang mit Ihrem Wachstum ermöglichen.

Fazit

Bei der Wahl des richtigen Translation Management Systems geht es letztendlich darum, zu verstehen, was Ihr Unternehmen heute und in Zukunft benötigt.

  • Die Funktionen stellen sicher, dass Sie über die richtigen Tools und Dienstleistungen verfügen.

  • Flexibilität sorgt dafür, dass sich das System an Ihre Arbeitsweise anpasst.

  • Die Eignung ist dann gegeben, wenn die Lösung zu Ihrer Reife und Wachstumsphase passt – ohne Einschränkungen oder Reibungsverluste.

Wenn Sie diese drei Bereiche klar bewerten, können Sie ein TMS auswählen, das nicht nur die aktuellen Herausforderungen löst, sondern auch Ihre langfristige Lokalisierungsstrategie unterstützt.